Rodeln am Blomberg

“Rodeln am Blomberg, das wär doch mal was!” dachte ich mir als ich die auf Outdoor-Active.com den Artikel über den Blomberg gelesen hatte. Da traf es sich bestens dass wir am Wochenende Besuch von Freunden aus Österreich bekamen. Kurzerhand beschlossen wir, am Samstag einen Ausflug zum Rodeln am Blomberg zu unternehmen.

Der Blomberg liegt unweit von Bad Tölz und ist von München aus in einer guten halben Stunde zu erreichen. Dort angekommen stellten wir fest, dass es außerdem eine Menge Wanderwege rund um den Blomberg gibt, der mit rund 1.200 Metern auch eher ein Hügel ist. Für eine frühe Frühjahrswanderung, die hoffentlich nicht mehr in allzu weiter Ferne liegt, könnte er also ein perfektes Wanderziel sein.

Aber nun zurück zum Rodeln: Der Einstieg in die Rodelbahn ist direkt am Skigebiet Blomberg. Nach dem Organisieren der Karte (Tageskarte 15 EUR, halber Tag 11 EUR) und der vier Schlitten ging’s auch schon per idyllischem Doppelsessellift bergauf. Die Rodelbahn startet direkt an der Bergstation und nach einer kurzen Einweisung für die Rodelunerfahrenen unter uns (linker Fuß – Linkskurve, rechter Fuß – Rechtskurve) ging’s auch schon los. Die Blomberger Rodelbahn ist hat laut Blombergbahn eine Gesamtlänge von rund 5,5 km bei einem Höhenunterschied von 550 Metern. Die Seite über Rodeln am Blomberg auf Outdooractive.com spricht jedoch von 3,7 km beim gleichen Höhenunterschied. Mein persönlicher Abakus spuckte also aus, dass das durchschnittliche Gefälle bei mindestens 10 Prozent, eher ein bisschen höher liegt, was für Rodel-Anfänger doch sehr beachtlich ist. Meine Bedenken zerstreuten sich allerdings rasch, denn die Bahn war durch das Tauwetter der vorangegangenen Tage ziemlich weich und deswegen nicht so schnell. Dies tat der Gaudi jedoch keinen Abbruch – ganz im Gegenteil, denn eine härtere Strecke wäre für uns Rodel-Novizen ziemlich sicher zu schnell gewesen. Mit der Zeit hatten wir unsere geborgten Blomberg-Schlitten auch mehr und mehr im Griff und phasenweise trat tatsächlich schon ein Gefühl der Kontrolle auf. Für uns steht ganz klar fest, dass der Ausflug keine Eintagsfliege war und wir definiv auch im nächsten Jahr den Blomberg wieder per Rodel bezwingen werden.

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